Zum Auswärtsspiel beim VfB Ginsheim III, der vor der Partie als Favorit galt, reiste die TSG mit dezimiertem Kader an. Nicht nur Kapitän und Mittelfeldmotor David Tessmer, sondern auch die beiden Toptorschützen des Worfelder Teams, Moritz Michl und Adem Cakir, fehlten aufgrund von Verletzungen. Hinzu kamen weitere angeschlagene Spieler, die sich trotzdem spielbereit meldeten.

Die Hausherren aus Ginsheim übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle und setzten die TSG früh unter Druck, die wiederum mit Kontern versuchte zum Torerfolg zu kommen. Hochkarätige Torchancen ergaben sich auf beiden Seiten kaum, der VfB Ginsheim ging jedoch durch einen unberechtigten Eckstoß und ein darauffolgendes Eigentor mit 1:0 in Führung ging (7.). Nach dem Treffer hielt die TSG weiter dagegen und konnte dem VfB durch gesunde Zweikampfhärte den Spaß am Kombinationsfußball an diesem sonnigen Nachmittag nehmen. Gänzlich auszuschalten war die starke Offensive des VfB allerdings nicht, wenngleich Oliver Neumann und Lukas Beylschmidt in der Innenverteidigung wieder und wieder zur Stelle waren. TSG-Torhüter Michael Klein musste einmal in höchster Not parieren und Robin Mignon einen Ball von der Torlinie klären.

Die Partie wurde von Minute zu Minute zerfahrener, was der TSG in die Karten spielte. Die Ginsheimer ließen sich nun immer öfter zu gröberen Foulspielen hinreißen, die in der 27. Minute zu einer zehnminütigen Zeitstrafe führten. Mit einem Mann mehr auf dem Feld übernahmen die Worfelder in diesen Minuten zunehmend den Ball und somit auch die Spielanteile, Torchancen blieben allerdings weiterhin aus. Kurz vor dem Pfiff zur Halbzeitpause sah sich der VfB Ginsheim mit einem Mann weniger über die restliche Distanz spielen, denn der Unparteiische überhörte eine Beleidigung gegenüber eines Spielers unserer TSG nicht und bestrafte das Vergehen mit glatt roter Karte.

Auch nach der Halbzeitpause war die Gangart weiter ruppig. Überhart hingegen war das Einsteigen gegen Flügelspieler Julian Petri, der auf Höhe der Mittellinie übel von hinten gefoult wurde. Wieder zückte der Unparteiische gezwungenermaßen die rote Karte für Ginsheim. Mit nun zwei Spielern in Überzahl rannte die TSG ein aufs andere Mal gegen die jetzt sehr tief stehenden Ginsheimer an. Ohne einen gelernten Stürmer fehlten der TSG meist die Läufe in die Tiefe um gefährlich vor dem Keeper der Ginsheimer aufzutauchen. Als es dann doch einmal gelang, vergab Robin Mignon die Chance zum 1:1 freistehend.

Der Druck der Gäste erhöhte sich beinahe minütlich, die TSG schnürte die in doppelter Unterzahl spielenden Hausherren regelrecht ein. Der eingewechselte Sean Schiller traf mit seinem ersten Ballkontakt und Torabschluss aus 25 Metern nur den Querbalken. Wenige Zeigerumdrehungen später war es dann aber doch soweit: Ein abgefälschter Schuss von Yusuf Duran senkte sich gefährlich, sodass der Schlussmann des VfB den Treffer soeben mit den Fingerspitzen verhindern konnte. Den darauffolgenden Abstauber verwandelte Robin Mignon aus wenigen Zentimetern per Kopf zum überfälligen 1:1 (84.). In den verbleibenden Minuten passierte nicht mehr allzu viel, sodass es am Ende bei einem 1:1 blieb. Dem Spielverlauf nach zu beurteilen hätte die TSG in doppelter Überzahl letztlich mehr als ein Unentschieden holen müssen, doch gab man sich Aufgrund der Personalsituation recht zufrieden.

Am kommenden Sonntag gastiert der SV 07 Bischofsheim in Worfelden, Spielbeginn wird um 15:30 Uhr auf dem Sportgelände der TSG sein.